Angehörige des Laufvereins Deggendorf am 21. Oktober 2007 beim Peking-Marathon
Sebastian Stöckl bei seinem ersten Start bester Deutscher in 2:29:40 Std.

Der Vereinsausflug führte den Laufverein Deggendorf mit 45 Personen dieses Jahr nach China. Grund war die Teilnahme von 12 Mitgliedern des Vereins am Peking-Marathon/Halbmarathon, der am Sonntag, dem 21. Oktober 2007 durchgeführt worden ist.
Die Gruppe kam am Donnerstag vorher in Peking an. Am Freitag bereits machten sich die Läufer zur Abholung der Startunterlagen auf den Weg. Für Einige wurde dies zu einer Odyssee. Sie wurden an unterschiedliche Orte geschickt, um dann doch wieder zurückzukehren und im Falle Werner Pongratz gab es überhaupt keine Startnummer, obwohl dieser registriert war. Er musste unter einem anderen Namen laufen.
Die Teilnehmer des Halbmarathons Georg Brandl, Josef Wurm, Christian Müller, Axel Szczepanik und Sebastian Scherl erhielten mit den Startunterlagen auch gleich ihre Urkunden ausgehändigt, wobei die Laufzeit später jeder selbst eintragen musste – mal was ganz Neues!
Am Marathontag ging es mit einem extra gecharterten Minibus zum "alten" Stadion, das vor einigen Jahren extra für die Asienspiele gebaut worden war. Gleich in der Nähe entsteht das neue Olympia-stadion,
was wie ein Vogelnest aussieht.
Beim Anmarsch konnten auch gleich die einzelnen Startblöcke der jeweiligen Laufstrecken entdeckt werden: Mini-Marathon, 10 km, Halbmarathon und Marathon. Sie waren aufgeteilt im Abstand von je etwa 500 m.
Um 08.30 Uhr starteten alle gleichzeitig, wodurch es anfangs ein ganz schönes "Knäuel gab ". Aber es löste sich dann doch relativ schnell auf und jeder konnte sein Tempo laufen.
Nach 1:24 Std. war Georg Brandl nach seinem Halbmarathon bereits wieder im Ziel. Drei Minuten später folgte Josef Wurm.
Bei den 5000 Marathonis gingen Werner Pongratz, Werner Balhuber, Rudi Lippl, Werner Kupke, Thomas Kuracinski, Georg Biller und als Neuling Sebastian Stöckl auf die 42,195 km-Strecke.
Stöckl fing sich leider drei Wochen vor dem Marathon eine fiebrige Erkältung ein und musste sein Training 10 Tage lang unterbrechen. Umso überraschender war seine Endzeit in Peking: 2:49:40 Std. Er konnte damit sehr zufrieden sein. Mit dieser Zeit war er schnellster deutscher Läufer und siebtbester Europäer.
Den Marathon gemeinsam absolvierten Pongratz und Balhuber in 3:13:48 Std., sowie Lippl und Kupke in 3:36:27 Std. Erstmals unter vier Stunden blieb Kuracinski in 3:57:43 Std. Biller erreichte das Ziel in 4:49:47 Std.
Im Ziel wurden die Deggendorfer Teilnehmer alle von den LV-Schlachtenbummlern lautstart in Empfang genommen. Es war auch für die Zuschauer ein Erlebnis, da man sich ständig mit den Bewachern des Laufes – alle 25-30 m stand Militär bzw. Polizei – streiten musste, um überhaupt an die Laufstrecke zu kommen. Leider konnte man sich nicht verständigen, da sie kein Wort Englisch sprachen und die Deggendorfer natürlich nicht Chinesisch. Aber nachdem alle Gestarteten wohlbehalten im Ziel angekommen sind, war auch der Ärger wieder verflogen. Die LV'ler blieben noch mehrere Tage in der chinesischen Hauptstadt, bevor sie mit vielen neunen Eindrücken ihre Heimreise antraten. |